Gesundheitsbildung und Binden für Schülerinnen in Uganda

Den ärmsten Familien in Uganda – so wie in vielen Ländern weltweit – fehlt es an Geld für Periodenprodukte. Frauen haben daher oft keine Möglichkeit, würdevoll mit ihrer Menstruation umzugehen. Schülerinnen besuchen manchmal aus Scham mehrere Tage jeden Monat nicht den Unterricht.

Unser Projekt hilft Schülerinnen der Nakalama Primary School im District Iganga, im Südosten von Uganda.

Mit diesem Projekt verbessern wir die Situation von Schülerinnen aus den ärmsten Familien dauerhaft. Sie erhalten Unterricht in Frauengesundheit und bekommen als Soforthilfe waschbare Binden. Vor allem lernen sie auch, wie sie Stoffbinden selbst nähen können. Dazu haben wir der Schule mehrere Nähmaschinen und Stoffe für Nähunterricht gespendet.

Im Dezember 2024 startete für ca. 60 Schülerinnen der Nähunterricht. Sie haben gelernt, eine Nähmaschine mit Fußpedal zu bedienen und verschiedene Produkte zu fertigen. Insgesamt wurden in den Nähklassen schon über 100 Binden gefertigt, die Familien unterstützen, die kein Geld für Periodenprodukte haben.

Die Nähkurse haben noch eine weitere wichtige Wirkung: Die teilnehmenden Schülerinnen erzählen ihrer Familie über das Projekt. So kann sich ein Gespräch über Menstruation und Frauengesundheit entwickeln – was in vielen Familien nicht selbstverständlich ist. Auf diese Weise unterstützt das Nähen die jungen Frauen dabei, sich mit ihrer Natur als Frau zu befassen, und ihr Bewusstsein zu festigen, dass es ein natürlicher Teil ihres Lebens ist.

Die lokale Organisation Kasale Foundation Uganda setzt dieses Projekt vor Ort in Nakalama mit uns um.